Da ich schon länger nichts mehr „mind-mäßiges“ geschrieben habe, kommt heute wieder ein Beitrag aus der Sicht meiner Augen.
Gestern wie ich in meinem lieblings Restaurant war und gemütlich mein Putensteake vom Grill verspeist habe, bin ich auf ein paar interessante Aspekte gekommen. Der Auslöser dafür war das ich beobachten konnte, wie ein Sohn der schon selber Erwachsen war – ich schätze mindestens 45 Jahre alt – seinem Vater – um die 70 Jahre – beim gehen und dann die 3 Treppen runter zu kommen half.
Ist das nicht komisch so etwas anzusehen? Die meisten mögen jetzt denken „Ja und? Ist doch ganz normal „alten Leuten“ zu helfen“
Und jetzt mal „STOP“
Man sollte sich dabei mehr Gedanken machen, denn wenn man überlegt ist es eigentlich ein Rollentausch! Früher wie der Sohn noch nicht richtig gehen konnte, hat nämlich sein Vater ihm geholfen diese „kleine Sache“ zu überwinden und hat es irgendwann selber gelernt. Nur was ist mit dem Vater? Er konnte es, aber leider wird es nie wieder mehr so wie früher können – traurig! Aber so ist der Lauf der Dinge! Ich finde das ist ein Grund warum die Menschen ihre Eltern bis zum Tod begleiten sollten! Denn ohne ihre Eltern wären sie kläglich an 3 kleinen Treppen gescheitert und im krassen Fall einfach dort verhungert. Natürlich ist das jetzt ein krasser Ansatz aber es ist auch nur eine Folge der Konsequenz im theoretischen Sinne. Jeder weiß das keine Mutter oder kein Vater so etwas tun würde. Nun ist das aber nicht worüber ich schreiben wollte, es war nur eine Feststellung die mich irgendwie „wachgerüttelt“ hat.
Ich habe an mir selber festgestellt, dass ich zur Zeit meine Umwelt mit meinem dummen Verhalten und voreiligen Schlüssen terrorisiere und die entsprechenden Personen auf Abstand gehen. Es ist aber sehr schwer jemand zu erklären – warum das so ist?!
Ich gehöre zu der Gruppe von Menschen die sich irgendwie um alles Gedanken machen und ihr Gehirn nie ruhe gibt bis alles 1000x durchgekaut ist. Sogar während der Arbeit lässt es mich nicht mal in Ruhe, es sei denn ich stehe total unter Stress(zum Glück ist das meistens so). Das so genannte „chillen“ ist für mich der „Killer“ pur. Denn dann fängt das große Kino im Kopf erst richtig an…und man kann es nicht einmal abstellen, es kommt einfach und geht erst wenn man ganz erschöpft ist, so das man in nächsten Moment einschläft.
Es ist auch sehr erstaunlich wie ich manches auffasse und verarbeite. Man schreibt mir eine Nachricht per SMS die nur einen Standardtext – „Was, Wie, Wer“ – enthält und schon beginnt es in mir zu brodeln weil ich verzweifelt ein „wie geht es dir? – alles klar? – hab dich lieb – viel spaß noch – schönen gruß etc.“ suche. Schlimmer wird die Sache wenn ich mich auf etwas ganz besonders freue und die Person sagt mir ab, dann ist es schon vorgekommen, dass ich richtig böse Sachen zugeschrieben habe. Zum Beispiel das hier: „..war ja klar. Ich hab kein bock mehr auf das ganze, irgendwie kommt es vor als würde dir meine Wichtigkeit(und ja für mich ist manches wichtig) einfach an dir vorbeigehen…“. Mir kommt nicht mal in den Kopf, dass die Person ganz sicher ihre Gründe hat und wenn es gehen würde, gerne etwas unternehmen würde.
Ich komme mir schon langsam wie ein Psychopath vor!!! Ich will das ganze ja gar nicht, nur ist lasse mich zu sehr von meinen Gefühlen leiten und habe so momentane Gefühlsausbrüche in denen mir alles egal ist. Durch so ein Verhalten habe ich einiges kaputt gemacht und habe noch mehr Gedanken die mich quälen. Ich habe mich natürlich für mein Verhalten entschuldigt aber irgendwie kommt das nicht so an und das tut mir persönlich noch mehr weh.
Deswegen habe ich am Anfang das Geschehen vom „Vater und Sohn“ geschildert. Wieso? Weil ich denke jeder Mensch – egal was er einem Angetan hat – sollte eine zweite Chance(ich brauche wahrscheinlich ein paar mehr*g*) bekommen, denn jeder Mensch hat es verdient weil er etwas besonders ist. Ein Aspekt der mir Persönlich sehr weiterhilft, ist die Einstellung/Feststellung:“Nicht der Mensch selber ist böse, sondern seine Taten deswegen sollte man die Taten hassen aber nicht den Menschen – denn keiner hat das Recht über einen Anderen zu richten weil er selber jeden Tag Fehler macht“. Nicht nur das, man sollte an Früher zurückdenken und im Auge behalten, dass es auch sehr gute Zeiten gab – wo einem der andere sehr viel geholfen hat und ihn ertragen und bei einigen Aktionen unterstützt hat.
Deswegen auf ein frohes Vergeben aber was noch wichtiger ist: An sich selber sehr viel arbeiten und seine Handlungen streng kontrollieren, denn bereuen kann so schmerzhaft sein und mit sehr viel Verlust in Verbindung stehen…